5 Fotos auf dem Smartphone gibt es tausende, ausgedruckt wird kaum eines. Genau dafür habe ich mir vor etwa einem halben Jahr den Canon SELPHY CP1500 gekauft, einen kompakten Fotodrucker für Bilder im Postkartenformat. Rund 100 Fotos habe ich seitdem gedruckt, vom Handy, per Kabel und von der SD-Karte. In diesem Test erkläre ich, was der Drucker gut kann, wo er nervt, warum er hinten Platz braucht und warum ich nach zwei gerissenen Farbbändern nur noch Original-Material von Canon kaufe. Der SELPHY CP1500 bei der Arbeit: Das Papier fährt beim Drucken mehrmals hin und her. Das Wichtigste in Kürze Druckqualität: Die Fotos sehen sehr gut aus. Nur der Schwarzkontrast könnte etwas kräftiger sein. Tempo: Ein Foto im Postkartenformat ist laut Canon in rund 41 Sekunden fertig, das deckt sich mit meinem Eindruck. Anschlüsse: WLAN, USB-C und SD-Karte. Für die SELPHY-App muss sich das Handy direkt mit dem Drucker verbinden. Strom: Netzteil im Lieferumfang, für unterwegs gibt es einen optionalen Akku. Manko: Hinter dem Drucker muss Platz frei bleiben, weil das Papier beim Drucken hinten herausfährt. Mein wichtigster Rat: Original-Papier und -Farbband von Canon kaufen. Mit einem Nachbau ist mir das Band zweimal gerissen. Was ist der Canon SELPHY CP1500? Der SELPHY CP1500 ist ein kleiner Fotodrucker für Handy, Kamera und Computer. Er druckt Fotos im Postkartenformat (10 x 14,8 cm), im Kreditkartenformat und auf Sticker. Anders als ein Tintenstrahldrucker arbeitet er mit Thermosublimation: Ein Farbband mit Gelb, Magenta und Cyan wird erhitzt, die Farbe verdampft und zieht ins Papier ein. Zum Schluss legt der Drucker eine durchsichtige Schutzschicht über das Bild. Die macht das Foto laut Canon wasser- und fingerabdruckfest und soll es bis zu 100 Jahre haltbar machen. Der SELPHY CP1500 in der Verpackung. Ihn gibt es in Weiß, Schwarz und Rosa. Merkmal Canon SELPHY CP1500 Druckverfahren Thermosublimation mit Schutzschicht Auflösung 300 x 300 dpi, 256 Abstufungen pro Farbe Druckzeit Postkarte ca. 41 s, Kreditkartenformat ca. 23 s (laut Canon) Formate Postkarte 10 x 14,8 cm, Kreditkarte 5,4 x 8,6 cm, Sticker Anschlüsse WLAN, USB-C (USB 2.0), SD/SDHC/SDXC-Karte Display 8,9 cm (3,5 Zoll) Farbdisplay Stromversorgung Netzteil (im Lieferumfang), optional Akku NB-CP2LI Maße / Gewicht 18,2 x 5,8 x 13,3 cm, ca. 850 g Preis ca. 118 € bei Amazon (4,4 von 5 Sternen bei über 1.600 Bewertungen) Die Produktnamen in der Tabelle sind Affiliate-Links zu Amazon. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision – der Preis ändert sich für dich nicht. Oben sitzen das 3,5-Zoll-Display und die Tasten. Ohne Handy lässt sich der Drucker damit komplett bedienen. Als Fotodrucker für Handy, PC und Kamera: WLAN, USB-C oder SD-Karte Der CP1500 bietet drei Wege, an die Fotos zu kommen: SD-Karte: Karte aus der Kamera einstecken, Foto am Display auswählen, drucken. Das geht ganz ohne Handy oder Computer. USB-C: für Computer, Kameras und USB-Sticks. Laden lässt sich der Akku darüber laut Canon nicht. WLAN: drucken vom Smartphone oder Computer. Seitlich sitzt der USB-C-Anschluss. Die SELPHY-App und das WLAN Mit der SELPHY-App von Canon druckt man direkt vom Smartphone. Dabei gibt es einen Haken, auf den ich erst kommen musste: Die App funktioniert bei mir nur, wenn der Drucker nicht in meinem Heim-WLAN angemeldet ist. Der Drucker spannt dann sein eigenes kleines WLAN auf, und die App fragt, ob sich das Handy damit verbinden darf. Während des Druckens ist das Smartphone also mit dem Drucker verbunden und nicht mit dem Router. Die SELPHY-App verbindet das Handy direkt mit dem Drucker-WLAN. Den Netzwerknamen habe ich unkenntlich gemacht. Im Alltag ist das kein großes Problem, man muss es nur wissen. Wer den Drucker fest ins Heimnetz einbinden möchte, um vom Computer aus zu drucken, und gleichzeitig die App nutzen will, wird damit aber nicht glücklich. Strom: Netzteil oder Akku Im Lieferumfang ist ein Netzteil. Damit steht der Drucker an der Steckdose. Für den mobilen Einsatz, etwa auf einer Feier, im Urlaub oder in einer Fotobox, gibt es einen Akku, der nicht mitgeliefert wird. Er sitzt in einem Fach an der Unterseite. Unten: das Fach für den optionalen Akku und die Buchse für das Netzteil (DC IN). Canon nennt für den Original-Akku NB-CP2LI bis zu 70 Drucke im Postkartenformat pro Ladung, geladen wird er in etwa 4,5 Stunden. Mit dem älteren NB-CP2LH sind es bis zu 54 Drucke. Bei Amazon gibt es zahlreiche kompatible Akkus von Drittanbietern. Einige davon: Canon SELPHY CP1500 Akku Kapazität Besonderheit Bewertung DuraPro NB-CP2L Akku 2.000 mAh viele Bewertungen 4,6 (446) NB-CP2L Akku mit Ladegerät, 2.500 mAh 2.500 mAh mit externem Ladegerät 4,7 (145) PATONA Ersatzakku NB-CP2L 2.000 mAh bekannte Zubehörmarke 4,6 (61) Akku für NB-CP1L / NB-CP2L / NB-CP2LI 2.000 mAh günstig 4,7 (32) Alle Akkus für den CP1500 – Suche bei Amazon – Die Produktnamen in der Tabelle sind Affiliate-Links zu Amazon. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision – der Preis ändert sich für dich nicht. Einen Akku habe ich selbst nicht im Einsatz, bei mir steht der Drucker an der Steckdose. Die Kompatibilität der Nachbauten gebe ich deshalb so wieder, wie die Händler sie angeben. Ein Akku mit eigenem Ladegerät hat den Vorteil, dass man einen zweiten laden kann, während der erste im Drucker steckt. Druckgeschwindigkeit und Qualität Der CP1500 ist für einen Thermosublimationsdrucker relativ schnell. Die Fotos kommen alle zügig heraus, man steht nicht lange daneben. Das Papier fährt dabei mehrmals vor und zurück: einmal für jede Farbe und ein letztes Mal für die Schutzschicht. Ein Ergebnis aus dem SELPHY: Farben und Details passen, im Schwarz könnte er etwas mehr Tiefe haben. Die Fotos sehen sehr gut aus. Einziger Kritikpunkt an der Bildqualität: Der Schwarzkontrast könnte etwas besser sein. Dunkle Bildbereiche wirken nicht ganz so tief wie bei einem Abzug aus dem Fotolabor. Bei der Schutzschicht kann man wählen, ob das Foto Hochglanz oder eine Satin-Oberfläche bekommen soll. Das Manko: Der Drucker braucht hinten Platz Was man vor dem Kauf wissen sollte: Der SELPHY lässt sich nicht einfach an die Wand schieben. Beim Drucken fährt das Papier hinten aus dem Gerät heraus und wieder zurück, für jede Farbe aufs Neue. Steht hinten eine Wand oder ein Gegenstand, stößt das Papier dagegen. Canon empfiehlt in den Anleitungen der SELPHY-Reihe, hinter dem Drucker mindestens eine Papierlänge frei zu lassen. Hier sieht man es: Das Papier ragt beim Drucken weit hinten aus dem Drucker heraus. Für das Postkartenformat heißt das: rund 15 cm frei hinter dem Drucker. Auf dem Schreibtisch ist das lästig, weil der Drucker dadurch weiter vorne steht, als man ihn haben möchte. Wer einen festen Platz plant, sollte das gleich einrechnen. Papier und Farbband: Original oder Nachbau? Papier und Farbband gibt es immer im Set, passend aufeinander abgestimmt. Für das Postkartenformat heißt das Original-Set von Canon RP-108: 108 Blatt Fotopapier und zwei Farbkassetten. Das reicht genau für 108 Fotos. Die Farbkassette lässt sich nicht nachfüllen, sie ist nach den Bildern leer, für die sie gedacht ist. Das Original-Set RP-108: 108 Blatt im Postkartenformat samt Farbkassetten. Papier und Farbkassette gehören zusammen und sind jeweils für dieselbe Anzahl Fotos ausgelegt. Die Farbkassette wird seitlich eingeschoben, der Hebel daneben wirft sie wieder aus. Meine Erfahrung mit einem Nachbau Ich habe auch ein Set eines Drittherstellers ausprobiert. Das Ergebnis: Das Farbband ist gerissen, und das gleich zweimal, jeweils ungefähr in der Mitte des Bandes. Damit war die ganze Farbkassette unbrauchbar. Und weil Papier und Band zusammen verkauft werden und genau aufeinander abgestimmt sind, kann man das restliche Papier gleich mit wegwerfen. Das gerissene Farbband eines Nachbaus im Drucker. Die ausgebaute Kassette: Das Band ist mittendrin gerissen, die Kassette ist damit hinüber. Ein Druck mit gerissenem Band: Die Folie klebt am Papier, das Foto ist verloren. Deshalb mein klarer Rat: Greift zum Original-Material von Canon. Es ist nur unwesentlich teurer als die Nachbauten und funktioniert dauerhaft. Zum Zeitpunkt dieses Tests war das Original-Set RP-108 bei Amazon sogar günstiger als viele kompatible Sets. Canon SELPHY CP1500 Papier Inhalt Format Canon RP-108 (Original) 108 Blatt + 2 Farbkassetten Postkarte 10 x 14,8 cm Canon KP-108IN (Original) 108 Blatt + 3 Farbkassetten Postkarte 10 x 14,8 cm Canon KC-36IP (Original) 36 Blatt + Farbkassette Kreditkarte 5,4 x 8,6 cm Canon KC-18IL Sticker (Original) 18 Blatt mit je 8 Stickern Mini-Sticker Die Produktnamen in der Tabelle sind Affiliate-Links zu Amazon. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision – der Preis ändert sich für dich nicht. Die Papierkassette für das Postkartenformat liegt bei. Für andere Formate gibt es eigene Kassetten. Für wen lohnt sich der SELPHY CP1500? Für alle, die Handyfotos schnell auf Papier bringen wollen: für das Fotoalbum, den Kühlschrank, als Geschenk oder Postkarte. Für Feiern und Fotoboxen, dann am besten mit Akku. Für Fotografen, die direkt von der SD-Karte drucken möchten, ohne Computer. Weniger geeignet, wenn große Formate gefragt sind. Mehr als Postkartengröße geht nicht. Für Ausdrucke im Format 13 x 18 und größer ist ein Fotolabor oder ein Fotodrucker mit Tinte die bessere Wahl. Was mir gefällt Sehr gute Fotoqualität Relativ schnell Drei Wege zum Drucken: WLAN, USB-C und SD-Karte Bedienung auch ohne Handy über das Display Optional mit Akku mobil nutzbar Wahl zwischen Hochglanz und Satin Was mir nicht gefällt Braucht hinten Platz, weil das Papier beim Drucken herausfährt SELPHY-App nur ohne Anmeldung im Heim-WLAN Schwarzkontrast könnte besser sein Akku nicht im Lieferumfang Nachbau-Farbbänder sind ein Risiko Fazit Nach einem halben Jahr und rund 100 Fotos bin ich mit dem Canon SELPHY CP1500 zufrieden. Er druckt schnell, die Fotos sehen sehr gut aus, und er lässt sich vom Handy, vom Computer und direkt von der SD-Karte bedienen. Man muss nur zwei Dinge wissen: Hinter dem Drucker muss Platz frei bleiben, und die App will eine direkte Verbindung zum Drucker. Beim Verbrauchsmaterial ist meine Empfehlung eindeutig: nur Original von Canon. Zweimal gerissene Nachbau-Bänder haben mich mehr gekostet, als ich damit sparen wollte. Häufige Fragen Welcher Akku passt in den Canon SELPHY CP1500? Canon gibt den NB-CP2LI (bis zu 70 Postkarten-Drucke pro Ladung) und den älteren NB-CP2LH (bis zu 54) an. Daneben gibt es kompatible Akkus von Drittanbietern, die als NB-CP2L verkauft werden. Kann man den SELPHY CP1500 über USB-C laden? Nein. Laut Canon lädt der Akku über USB-C nicht. Der USB-C-Anschluss dient nur zum Drucken. Wie verbinde ich den Canon SELPHY CP1500 mit dem Handy? Über die SELPHY-App von Canon. Die App verbindet das Smartphone direkt mit dem WLAN des Druckers. Bei mir klappt das nur, wenn der Drucker nicht gleichzeitig im Heim-WLAN angemeldet ist. Welches Papier braucht der Canon SELPHY CP1500? Für das Postkartenformat das Set RP-108 oder KP-108IN, für das Kreditkartenformat KC-36IP, für Sticker KC-18IL. Papier und Farbkassette kommen immer zusammen im Set. Wie viel kostet ein Foto mit dem SELPHY? Mit dem Original-Set RP-108 für rund 28 Euro kostet ein Foto im Postkartenformat etwa 26 Cent (Stand Oktober 2026). Wie lange dauert ein Ausdruck? Laut Canon rund 41 Sekunden für das Postkartenformat und 23 Sekunden für das Kreditkartenformat. Wie viel Platz braucht der Drucker nach hinten? Mindestens eine Papierlänge, beim Postkartenformat also rund 15 Zentimeter, weil das Papier beim Drucken hinten herausfährt. Zubehör für den Canon SELPHY CP1500Original-Material und Akku für den mobilen Einsatz.Canon RP-108 Papier und FarbbandAuf Amazon ansehenCanon KP-108INAuf Amazon ansehenAkku NB-CP2LAuf Amazon ansehenCanon SELPHY Kreditkarten-Papier KC-36IPAuf Amazon ansehenFotoalbum für 10x15-FotosAuf Amazon ansehen* Affiliate-Links: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen. Bitte prüfe die Kompatibilität mit deinem System. 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