0 Der Manager läuft, das Dashboard ist erreichbar. Jetzt braucht Wazuh Daten von den Rechnern, die es überwachen soll. Dafür installiere ich auf Ubuntu und Debian den Wazuh Agent. Er meldet unter anderem Sicherheitsereignisse, Paketinformationen und Ergebnisse der Konfigurationsprüfung an den Manager. In meiner Umgebung laufen zwölf Linux-Agenten. Trotzdem prüfe ich drei Dinge getrennt: Ist der Agent verbunden? Liefert er die erwarteten Daten? Unterstützt Wazuh die eingesetzte Betriebssystemversion für die betreffende Funktion? Ein grüner Verbindungsstatus beantwortet nur die erste Frage. Wazuh im Homelab, die Serie:Was ist Wazuh?Installation mit DockerLinux-Agenten installieren (dieser Artikel)SCA und CIS-Prüfungen (erscheint in Kürze)Dashboard erstellen (erscheint in Kürze)Telegram-Benachrichtigungen (erscheint in Kürze)UniFi per Syslog (erscheint in Kürze)Schwachstellen bewerten (erscheint in Kürze)Updates und Backups (erscheint in Kürze) Vor dem Download Vom überwachten Rechner muss der Manager erreichbar sein. In dieser Serie verwenden wir TCP 1514 für die Datenverbindung und TCP 1515 für die Registrierung. Der Browserport des Dashboards ist kein Agentenport. Ich nutze einen privaten Netzwerkpfad beziehungsweise das VPN. Prüfe bei Problemen vom Agenten aus zum Beispiel: nc -vz wazuh.example.internal 1514 nc -vz wazuh.example.internal 1515 wazuh.example.internal steht für deinen Manager. Der Name muss auf dem Agenten auflösbar sein. Die Registrierung muss zum gewählten Manager-Verfahren passen; bei aktiviertem Registrierungspasswort gehört dieses zum Installationsvorgang. Signiertes Repository hinzufügen Die folgenden Befehle sind für aktuelle Debian- und Ubuntu-Systeme mit APT gedacht: sudo apt update sudo apt install curl gnupg ca-certificates curl -fsSL https://packages.wazuh.com/key/GPG-KEY-WAZUH \ -o /tmp/wazuh-package-key.asc sudo gpg --dearmor --yes -o /usr/share/keyrings/wazuh.gpg \ /tmp/wazuh-package-key.asc sudo chmod 644 /usr/share/keyrings/wazuh.gpg echo 'deb [signed-by=/usr/share/keyrings/wazuh.gpg] https://packages.wazuh.com/4.x/apt/ stable main' \ | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/wazuh.list sudo apt update apt-cache policy wazuh-agent Die Paketquelle und der zugehörige Signaturschlüssel sind in der offiziellen Linux-Agent-Anleitung dokumentiert. Den Schlüssel solltest du über den offiziellen Kanal beziehen und vor der Nutzung nach deinen üblichen Vertrauensregeln prüfen. Agentenname und Version festlegen Ein aussagekräftiger Name erleichtert später die Auswertung. Ich verwende beispielsweise Namen für Mail-, Web- und Backup-Systeme. Vermeide doppelte Namen und wechselnde Namen bei jedem Installationsversuch. Für diese Serie hat der Manager Version 4.14.8. Ich installiere dazu passend den Agenten und lese das Registrierungspasswort verdeckt ein: read -rsp 'Registrierungspasswort: ' enrollment_secret printf '\n' sudo env WAZUH_MANAGER='wazuh.example.internal' \ WAZUH_AGENT_NAME='web-demo' \ WAZUH_REGISTRATION_PASSWORD="$enrollment_secret" \ apt-get install wazuh-agent=4.14.8-1 unset enrollment_secret sudo systemctl daemon-reload sudo systemctl enable --now wazuh-agent Damit steht das Passwort nicht als wörtlicher Befehl in der Shell-History. Während der Installation können privilegierte lokale Prozesse weiterhin Umgebungswerte sehen. Nutze also keinen unsicheren Mehrbenutzerrechner zum Verteilen deiner Geheimnisse. Wenn dein Manager kein Registrierungspasswort verwendet, entfällt genau diese Variable; die Manager-Konfiguration entscheidet darüber. Deployment-Variablen Der Manager sollte mindestens die Agentenversion unterstützen. Plane spätere Agentenupdates gemeinsam mit den Serverupdates und lasse das Agenten-Repository nicht ungeprüft einer neueren Hauptversion folgen. Verbindung und Daten prüfen systemctl is-active wazuh-agent sudo tail -n 80 /var/ossec/logs/ossec.log Im Dashboard muss der neue Agent als aktiv erscheinen. Anschließend schaue ich nach Paketinventar und SCA-Bericht. Diese Daten müssen nicht in derselben Sekunde vorhanden sein; die Module arbeiten mit ihren eigenen Intervallen. Die Übersicht stellt Verbindung und Prüfergebnisse getrennt dar. Einzelne Identifikationsdaten sind ausgeblendet. Für einen einfachen Logtest erzeuge ich eine harmlose Markierung: logger -t wazuh-serie 'WAZUH_SERIE_LOGTEST' Der Test ist nur aussagekräftig, wenn Wazuh den betreffenden Syslog- oder Journal-Eingang tatsächlich liest. Die Markierung erzeugt außerdem nicht zwangsläufig einen Alert: Eine passende Regel muss sie bewerten, und rohe Archive müssen für eine Suche in Rohdaten gesondert eingerichtet sein. Prüfe zuerst den lokalen Logeintrag, danach die Sammlung und schließlich die Regel. Das verhindert, dass „nicht in der Alertsuche“ vorschnell als „Agent kaputt“ interpretiert wird. Gruppen ordnen die spätere Einrichtung Ich lasse alle Agenten in der Gruppe default und ergänze eine gemeinsame Linux-Basis sowie Rollen für Web, Mail, Datenbank und Backup. So kann ich Einstellungen für eine Gruppe zentral verwalten, ohne jeden Rechner gleich zu behandeln. Eine Webserver-Gruppe kann beispielsweise zusätzliche Logpfade erhalten. Das bedeutet aber nicht, dass nach ihrer Erstellung sofort alle Anwendungslogs vorhanden sind. Bei nginx, einer Datenbank oder einem Maildienst muss der konkrete Pfad beziehungsweise Journal-Eingang passend eingerichtet werden. Beginne mit einem Testrechner und einer kleinen Änderung. Prüfe die Gruppensynchronisierung, bevor du dieselbe Konfiguration auf alle produktiven Agenten verteilst. Aktiver Agent bedeutet nicht vollständige Schwachstellenerkennung Bei meinen Ubuntu-26-Systemen laufen die Agenten und liefern Daten. Die am 14. Oktober 2026 veröffentlichte Wazuh-Kompatibilitätsmatrix für Vulnerability Detection nennt Ubuntu 26.04 jedoch noch nicht. Auch vorhandene Paketbefunde machen daraus keine offiziell bestätigte vollständige Abdeckung. Kompatibilitätsmatrix Das ist ein guter Grund, die Betriebssystemversion neben den Prüfergebnissen anzuzeigen. Im SCA-Artikel zeige ich außerdem, wie ich eigene Prüfungen von vollständigen CIS-Profilen unterscheide. Als Nächstes bauen wir die Dashboard-Übersicht. Vorheriger Beitrag Linux-Kernel: TCP-Lücke mit CVSS 9,8 – Ubuntu und Red Hat noch ohne Patch You may also like Linux-Kernel: TCP-Lücke mit CVSS 9,8 – Ubuntu und Red Hat noch ohne... Oktober 30, 2026 PHP2Shell: Angreifer übernehmen Palo-Alto-Firewalls über die Verwaltungsoberfläche Oktober 29, 2026 PS5-Hypervisor-Lücke: 50.000 Dollar von Sony – und das Ende von PS5-Linux Oktober 29, 2026 Zabbix Agent 2 installieren: Ubuntu, Debian, Proxmox, Docker und OpenWrt Oktober 29, 2026 Revolut Alternativen 2026: Welche Banking-App als Ersatz oder Zweitkonto taugt Oktober 28, 2026 Wazuh Installation mit Docker Compose auf Ubuntu und Unraid Oktober 27, 2026 Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply Save my name, email, and website in this browser for the next time I comment.