1 Eine Überwachungskamera mit Akku hatte bisher einen grundsätzlichen Haken: Sie schläft, bis sich etwas bewegt. Was davor passiert, fehlt, und alles zwischen zwei Ereignissen auch. Eine neue Gerätegeneration verspricht, das zu ändern: Kameras ohne Stromanschluss, die trotzdem rund um die Uhr aufzeichnen. Die Hersteller nennen das AOV, Always-On Video. Reolink bewirbt die Technik gerade offensiv. Ich habe mir angesehen, wie sie funktioniert, was die Werbung verschweigt und worauf man in Deutschland achten muss, wenn eine Kamera plötzlich alles aufnimmt. Das Wichtigste in Kürze AOV heißt: Die Akku-Kamera zeichnet durchgehend auf, im Leerlauf aber nur mit ein bis drei Bildern pro Sekunde. Bei Bewegung schaltet sie auf volle Bildrate. Der Vorteil: keine Lücken mehr zwischen den Ereignissen, und der Moment vor einem Ereignis ist drauf. Der Haken: Daueraufnahme kostet viel Strom. Die beworbenen „500 Tage Akkulaufzeit“ gelten nur im Bewegungsmodus. Bei Daueraufnahme sind es 4 bis 8 Tage pro Ladung. Ohne Solarpanel ist Daueraufnahme nicht sinnvoll, und im deutschen Winter reicht auch das Panel oft nicht. NVR und RTSP: Am Reolink Home Hub laufen die Akku-Kameras, für fremde NVR-Software per RTSP taugen sie praktisch nicht. Rechtlich ist Daueraufnahme heikler als Bewegungsaufnahme: Sobald Dritte im Bild sein können, muss die Speicherdauer begrenzt werden. Was bedeutet AOV bei einer Überwachungskamera? AOV steht für Always-On Video. Der Begriff stammt nicht von den Kameraherstellern, sondern von den Chipherstellern, deren Prozessoren in den Kameras stecken. Die Idee: Statt zwischen zwei Bewegungen komplett zu schlafen, wacht der Chip in festen Abständen kurz auf, nimmt ein einzelnes Bild auf und legt sich sofort wieder schlafen. Erkennt er dabei eine Person oder ein Fahrzeug, bleibt er wach und filmt mit voller Bildrate. Der Trick liegt in der Geschwindigkeit. Moderne Kamera-Chips brauchen vom Aufwachen bis zum fertigen Bild weniger als 50 Millisekunden. Den Rest der Sekunde verbrauchen sie fast nichts. Ein Chiphersteller nennt 26 Milliwatt für ein Bild pro Sekunde gegenüber 285 Milliwatt bei normaler Videoaufnahme — also rund ein Zehntel. Vier Aufnahmearten: Nur AOV und echte Daueraufnahme haben keine Lücken. Vier Aufnahmearten, die gern verwechselt werden In der Werbung läuft vieles unter „24/7″ oder „Daueraufnahme“. Tatsächlich sind es vier verschiedene Dinge: Aufnahmeart Was gespeichert wird Stromverbrauch Lücken Bewegungsaufnahme (PIR) nur Clips ab dem Moment, in dem der Bewegungsmelder auslöst sehr gering ja, und der Anfang fehlt oft Voraufzeichnung Clips plus die 2 bis 10 Sekunden davor mittel ja, zwischen den Ereignissen AOV / Niedrigbildrate durchgehend, im Leerlauf 1 bis 3 Bilder pro Sekunde oder weniger hoch nein, aber im Leerlauf ruckelig Echte Daueraufnahme durchgehend mit voller Bildrate sehr hoch nein Die Voraufzeichnung ist der Mittelweg, der oft übersehen wird. Die Kamera filmt im Hintergrund ständig mit, speichert aber nur die Sekunden vor einem Ereignis. Damit sieht man, wie jemand ins Bild kommt, statt nur seinen Rücken. Für die meisten Privatgrundstücke ist das der sinnvollste Modus. Wie viele Bilder „AOV“ im Leerlauf liefert, hängt vom Hersteller ab. Einen Standard gibt es nicht: Hersteller Im Leerlauf Bei Ereignis Reolink Altas 1, 3 oder 5 Bilder pro Sekunde wählbar bis 15 Bilder pro Sekunde TP-Link Tapo („24/7 Capture“) ein Bild alle 1 bis 60 Sekunden, einstellbar 15 Bilder pro Sekunde Imou AOV ein Bild alle 2 Sekunden volle Bildrate Hikvision AOV ein Bild alle 2 Sekunden 15 Bilder pro Sekunde EZVIZ Schnappschüsse als Zeitraffer Video EZVIZ schreibt im Kleingedruckten selbst, dass „ganztägige Aufzeichnung“ nicht dasselbe ist wie echte Daueraufnahme. Auch Bezeichnungen wie „AOV 2.0″ oder „AOV 3.0″ bedeuten bei jedem Hersteller etwas anderes. Die Akkulaufzeit: Was die Werbung nicht sagt Dieselbe Kamera, derselbe Akku: 500 Tage im Bewegungsmodus, 4 Tage bei Daueraufnahme. Hier lohnt der genaue Blick. Reolink wirbt bei der Altas PT Ultra mit „500 Tagen“ und bei der Altas mit „540 Tagen“ Akkulaufzeit. Diese Zahlen stimmen — aber nur für den Bewegungsmodus mit rund fünf Minuten Aufnahme am Tag. Für die Daueraufnahme, um die es bei AOV geht, nennt Reolink selbst ganz andere Werte: Altas PT Ultra Altas Akku 20.000 mAh 20.000 mAh Bewegungsmodus 500 Tage 540 Tage Voraufzeichnung bis 4 Tage 14 Tage (bei 3 Bildern/s) Daueraufnahme 96 Stunden, also 4 Tage 8 Tage (bei 3 Bildern/s) Nötige Sonne für Dauerbetrieb ca. 5 Stunden direkt pro Tag (6-Watt-Panel) ca. 2 Stunden pro Tag Unabhängige Tests bestätigen die Größenordnung und liegen eher darunter. Ein Tester kam bei intensiver Nutzung auf geschätzte fünf bis sechs statt acht Tage. Ein anderer nannte die oft zitierten „8 Tage“ der PT Ultra irreführend, weil sie nur bei zwölf Stunden Aufnahme pro Tag gelten. Das heißt nicht, dass die Technik nichts taugt. Es heißt: Daueraufnahme funktioniert nur mit Solarpanel. Und selbst dann kommt es auf den Standort an. Fünf Stunden direkte Sonne am Tag sind im deutschen Sommer machbar, von November bis Februar an den meisten Orten nicht. Ein Nutzer im Reolink-Forum beschreibt das 6-Watt-Panel im Winter als „komplettes Desaster“, erst das doppelt so große reichte knapp. Reolink hat dafür einen „Smart Battery Mode“: Ist der Akku voll, filmt die Kamera mit voller Bildrate. Fällt er unter eine Schwelle, schaltet sie im Leerlauf auf wenige Bilder pro Sekunde, und unter einer zweiten Schwelle stellt sie die Daueraufnahme ganz ein. Die Kamera rettet sich also selbst, nimmt dann aber wieder nur bei Bewegung auf. Braucht eine AOV-Kamera WLAN oder Mobilfunk? Im Reolink-Artikel steht, die meisten AOV-Kameras nutzten 4G und bräuchten kein WLAN. Das stimmt so nicht — und widerspricht Reolinks eigenem Sortiment. Die Altas und die Altas PT Ultra sind reine WLAN-Kameras. Nur die Altas Go PT funkt über Mobilfunk. Richtig ist: Für Orte ohne Strom und ohne WLAN gibt es 4G-Modelle. Sie brauchen eine SIM-Karte mit Datentarif. Wer oft live hineinschaut oder Clips in die Cloud lädt, verbraucht schnell mehrere Gigabyte im Monat. Wie viel Speicher braucht die Daueraufnahme? Aufnahmeart Speicherbedarf pro Tag 512 GB reichen für Echte Daueraufnahme in 4K ca. 30 GB rund 16 Tage Echte Daueraufnahme in Full HD ca. 8 GB rund 64 Tage AOV, ein Bild pro Sekunde ca. 1,7 GB rund 300 Tage AOV, ein Bild alle 10 Sekunden ca. 0,2 GB mehrere Jahre Die Werte stammen aus Herstellerangaben und sind Größenordnungen. Clips von Ereignissen kommen jeweils dazu. Der Punkt ist: Mit AOV speichert eine einzige Speicherkarte Monate an Material. Technisch ist das bequem, rechtlich wird es dadurch heikel. Was in Deutschland erlaubt ist Erlaubt ist das eigene, selbst genutzte Grundstück. Alles andere ist tabu. Eine Kamera, die nur bei Bewegung aufnimmt, und eine, die ununterbrochen filmt, sind rechtlich nicht dasselbe. Die folgenden Punkte sind eine Orientierung und keine Rechtsberatung: Nur das eigene Grundstück. Solange die Kamera ausschließlich das selbst genutzte Grundstück erfasst, gilt die Datenschutz-Grundverordnung nicht. Nachbargrundstück, Gehweg und Straße sind tabu, auch wenn sie nur am Bildrand auftauchen. Schwenkbare Kameras sind riskant. Schon die Möglichkeit, die Kamera auf fremde Flächen zu richten, kann einen Unterlassungsanspruch des Nachbarn begründen. Das betrifft alle Modelle mit Schwenk- und Neigefunktion. Ton abschalten. Tonaufnahmen fremder Gespräche können strafbar sein. Speicherdauer begrenzen. Sobald Dritte im Bild sein können, etwa Besucher oder der Postbote auf dem Zuweg, gilt die DSGVO. Die Datenschutzbehörden halten 72 Stunden in der Regel für zulässig und nennen 48 Stunden als Grundsatz. Monate auf der Speicherkarte sind dann nicht mehr zu rechtfertigen. Hinweisschild. Greift die DSGVO, ist ein Schild Pflicht. Die Verbraucherzentrale empfiehlt es auch auf dem rein eigenen Grundstück. Mietshaus. Treppenhaus, Eingang, Mülltonnen und gemeinsame Wege dürfen nicht dauerhaft überwacht werden. Für AOV bedeutet das: Die Technik verleitet dazu, einfach alles für immer aufzuheben. Wer sie nutzt, sollte in der App die Überschreib-Frist aktiv einstellen und die Kamera so montieren, dass sie fremde Flächen gar nicht sehen kann. Akku-Kameras am NVR: Was geht mit Reolink-Rekorder und RTSP? Wer schon einen Netzwerk-Videorekorder (NVR) hat oder die Aufnahmen lieber zentral im Haus statt auf der Speicherkarte in der Kamera speichern will, stellt zwei Fragen: Laufen die Akku-Kameras am Reolink-NVR? Und liefern sie einen RTSP-Stream für fremde Software? Die Antworten fallen unterschiedlich aus. Am Reolink-NVR und am Home Hub: ja, mit Einschränkungen Gerät Akku-Kameras Kameras gesamt Speicher Reolink Home Hub ja, auch Altas und Altas PT Ultra bis 8 microSD, 64 GB dabei, erweiterbar auf 2 × 1 TB Reolink Home Hub Pro ja je nach Version 12 bis 24 Festplatte, 2 TB dabei, bis 16 TB Reolink RLN12W (WLAN-NVR) ja, ab Firmware 3.5 12 Festplatte Reolink RLN36 ja, ab Firmware 3.5 und nur mit Hardware-Version N5MB01 36 Festplatten Andere Reolink-NVR (z. B. RLN8-410, RLN16-410) abhängig von Hardware-Version und Firmware, vorher prüfen 8 bzw. 16 Festplatte Die Produktnamen in der Tabelle sind Affiliate-Links zu Amazon. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision – der Preis ändert sich für dich nicht. Der Home Hub ist das Gerät, das Reolink für Akku-Kameras vorgesehen hat. Er steht im Haus, die Kameras funken ihn per WLAN an, und die Aufnahmen landen dort statt in der Kamera. Damit ist auch das Diebstahlproblem gelöst: Wer die Kamera mitnimmt, hat die Aufnahmen nicht. Drei Dinge sollte man wissen: Die 4G-Kameras bleiben außen vor. Modelle der Go-Reihe wie die Altas Go PT lassen sich weder am Home Hub noch am NVR anmelden. Der Rekorder übernimmt die Kamera. Ist eine Akku-Kamera am NVR angemeldet, erreicht man sie in der App nur noch über den Rekorder, nicht mehr einzeln. Daueraufnahme auf dem Rekorder gibt es nur, wenn die Kamera sie selbst beherrscht. Ein NVR macht aus einer reinen Bewegungskamera keine Dauerkamera, und der Stromverbrauch der Kamera bleibt derselbe. RTSP und ONVIF für fremde NVR-Software: praktisch nein Hier wird es für alle interessant, die Frigate, Synology Surveillance Station, Blue Iris, Shinobi oder UniFi Protect nutzen. Die Akku-Kameras von Reolink können von sich aus weder RTSP noch ONVIF. Reolink schreibt das in der eigenen Kompatibilitätsliste ausdrücklich: Die Protokolle stehen nur zur Verfügung, wenn die Kamera an einem Home Hub oder NVR hängt, und dann liefert sie der Hub oder Rekorder. Die Adresse hat dann dieses Muster: rtsp://BENUTZER:PASSWORT@IP-DES-HUBS/Preview_01_main Die 01 steht für den Kanal, main für den Hauptstream, sub für den kleineren Nebenstream. Das klingt nach einer Lösung, hat aber zwei Haken, die Reolink selbst dokumentiert: Jede Sitzung endet nach höchstens fünf Minuten. Danach legt sich die Akku-Kamera schlafen und trennt die Verbindung. Die Kamera muss für jeden Abruf erst aufwachen. Das dauert, Reolink empfiehlt ein Zeitlimit von mindestens 20 Sekunden in der abrufenden Software. Für eine NVR-Software, die rund um die Uhr einen Stream erwartet, ist das unbrauchbar. Sie verliert alle fünf Minuten das Bild und weckt die Kamera ständig neu, was den Akku in wenigen Tagen leert. Nutzer der Home-Assistant-Integration haben genau das erlebt, bis das Abfrageverhalten angepasst wurde. Auch die freie Brücke neolink, die Reolinks eigenes Protokoll in RTSP übersetzt, ändert an der Physik nichts: Ein Dauerstream bedeutet eine dauerhaft wache Kamera. Die 4G-Modelle können RTSP und ONVIF überhaupt nicht, auch nicht über Umwege. Was das für die Planung heißt Wer bei Reolink bleibt, nimmt einen Home Hub. Das ist der einfachste Weg zu zentraler Speicherung. Wer schon einen Reolink-NVR hat, prüft Modell, Hardware-Version und Firmware, bevor er Akku-Kameras dazukauft. Wer Frigate, Synology oder eine andere fremde NVR-Software betreibt, sollte keine Akku-Kamera einplanen. Dafür braucht es Kameras mit Dauerstrom, also PoE oder Netzteil. Die liefern RTSP und ONVIF direkt und ohne Zeitlimit. Als Ergänzung funktioniert es: der Rekorder mit fremder Software für die verkabelten Kameras, daneben die Akku-Kamera mit Reolink-App und Home Hub für die Ecke ohne Strom. Wie eine Kameraverwaltung mit eigenem Rekorder aussehen kann, zeigt mein Artikel zu UniFi Protect 7.3. Wann lohnt sich AOV — und wann nicht? Situation Empfehlung Einfahrt, Haustür, Garten mit WLAN Bewegungsaufnahme mit Voraufzeichnung reicht meist Carport, Gartenhaus, Stall ohne Strom AOV mit Solarpanel sinnvoll, wenn der Standort sonnig ist Baustelle, Ferienhaus, Schrebergarten ohne WLAN 4G-Kamera mit Solarpanel, AOV je nach Akkustand Schattiger Standort, Nordseite keine Daueraufnahme; Bewegungsmodus oder eine Kamera mit Kabel Kennzeichen oder schnelle Vorgänge erkennen kabelgebundene Kamera mit echter Daueraufnahme Strom ist vorhanden PoE-Kamera am Rekorder: zuverlässiger und auf Dauer günstiger AOV ist eine Lösung für Orte ohne Steckdose. Wo ein Netzwerkkabel hinkommt, bleibt die kabelgebundene Kamera die bessere Wahl: volle Bildrate rund um die Uhr, kein Akku, der altert, kein Winterproblem. Einen Überblick über die Bauarten gibt mein Artikel Reolink-Kameras im Überblick. Weitere Grenzen Kälte. Lithium-Akkus verlieren bei Frost Kapazität und sollten unter 0 °C nicht geladen werden. Genau dann, wenn das Panel wenig liefert, ist auch der Akku am schwächsten. Diebstahl. Die Speicherkarte steckt in der Kamera. Wird die Kamera gestohlen, sind die Aufnahmen weg. Abhilfe schaffen ein Basisgerät im Haus, ein Netzwerkspeicher oder die Cloud. Akku fest verbaut. Nach einigen hundert Ladezyklen lässt die Kapazität nach, tauschen lässt sich der Akku nicht. Kameras mit Daueraufnahme auf Akku im Überblick Modell Auflösung Daueraufnahme Funk Preis ca. Reolink Altas PT Ultra 4K, schwenkbar ja, volle Bildrate, 4 Tage pro Ladung WLAN 230 €, mit Panel 250 € Reolink Altas 2K ja, 1 bis 5 Bilder/s, 8 Tage pro Ladung WLAN 160 € mit Panel Reolink Altas Go PT 2K, schwenkbar ja, ca. 7 Tage pro Ladung nur 4G ca. 250 € mit Panel TP-Link Tapo C660 KIT 4K, schwenkbar ja, ein Bild pro Sekunde WLAN 110–140 € TP-Link Tapo C460 KIT 4K ja, Intervall einstellbar WLAN ca. 110 € Imou AOV PT 5 MP oder 4K, schwenkbar ja, ein Bild alle 2 Sekunden WLAN und 4G 120–150 € EZVIZ EB8 4G 2K, schwenkbar Zeitraffer nur 4G ca. 200 € Die Produktnamen in der Tabelle sind Affiliate-Links zu Amazon. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision – der Preis ändert sich für dich nicht. Die Ansätze unterscheiden sich deutlich. Reolink setzt auf einen sehr großen Akku und eine höhere Bildrate, hält dafür ohne Sonne nur Tage durch. Tapo, Imou und Hikvision nehmen im Leerlauf sehr wenige Bilder auf und sind darauf ausgelegt, mit einem kleinen Solarpanel dauerhaft zu laufen. Preise schwanken stark, vor dem Kauf lohnt der Blick auf den Tagespreis. Eine Einordnung in eigener Sache: Dieser Artikel stützt sich auf Herstellerangaben, technische Dokumentation der Chiphersteller und veröffentlichte Tests. Eigene Messungen an den genannten Kameras habe ich dafür nicht gemacht. Fazit AOV löst das größte Problem der Akku-Kameras: die Lücken. Die Technik ist echt und funktioniert. Die Werbung drumherum ist es nur zur Hälfte. Wer „500 Tage Akku“ und „24/7-Aufnahme“ im selben Satz liest, sollte wissen, dass er nur eines von beiden bekommt. Mein Rat: Für die meisten Privatgrundstücke reicht Bewegungsaufnahme mit Voraufzeichnung. Daueraufnahme lohnt sich an sonnigen Standorten ohne Strom, mit ausreichend großem Solarpanel und einer bewusst kurz eingestellten Speicherdauer. Und wo ein Kabel liegt, gehört eine Kamera mit Kabel hin. Häufige Fragen Kann eine Überwachungskamera mit Akku durchgehend aufnehmen? Ja, mit AOV-Technik. Die Kamera nimmt im Leerlauf mit sehr niedriger Bildrate auf und schaltet bei Bewegung auf volle Bildrate. Ohne Solarpanel hält der Akku dabei aber nur wenige Tage. Was ist der Unterschied zwischen AOV und einer normalen Akku-Kamera? Eine normale Akku-Kamera schläft, bis der Bewegungsmelder auslöst, und speichert nur einzelne Clips. Eine AOV-Kamera speichert auch die Zeit dazwischen, allerdings mit wenigen Bildern pro Sekunde. Wie lange hält der Akku bei Daueraufnahme? Bei den Reolink-Modellen Altas und Altas PT Ultra laut Hersteller 8 beziehungsweise 4 Tage pro Ladung. Die beworbenen 500 Tage und mehr gelten nur für den Bewegungsmodus. Funktioniert eine Solar-Überwachungskamera im Winter? Im Bewegungsmodus meist ja. Für Daueraufnahme reicht die Sonne in Deutschland von November bis Februar an vielen Standorten nicht aus, besonders mit kleinen Panels. Gibt es Überwachungskameras ohne Strom und ohne WLAN? Ja. Modelle mit Akku, Solarpanel und Mobilfunk wie die Reolink Altas Go PT brauchen weder Steckdose noch WLAN, dafür eine SIM-Karte mit Datentarif. Sind Reolink-Akku-Kameras mit einem Reolink-NVR kompatibel? Mit dem Home Hub und dem Home Hub Pro ja, ebenso mit den Rekordern RLN12W und RLN36 ab Firmware 3.5. Bei anderen Reolink-NVR hängt es von Hardware-Version und Firmware ab. Die 4G-Kameras der Go-Reihe werden nicht unterstützt. Können Reolink-Akku-Kameras RTSP? Nicht direkt. RTSP und ONVIF gibt es nur über einen Home Hub oder Reolink-NVR, und jede Sitzung endet nach höchstens fünf Minuten. Für Dauerstreams an Frigate, Synology oder Blue Iris sind sie deshalb nicht geeignet. Darf ich mein Grundstück rund um die Uhr filmen? Das eigene, selbst genutzte Grundstück ja. Nachbargrundstück, Gehweg und Straße dürfen nicht im Bild sein, und sobald Dritte erfasst werden können, sollte die Speicherdauer auf zwei bis drei Tage begrenzt sein. Akku-Kameras mit DaueraufnahmeDie im Artikel genannten Modelle und sinnvolles Zubehör.Reolink Altas PT UltraAuf Amazon ansehenReolink Altas mit SolarpanelAuf Amazon ansehenTP-Link Tapo C660 KITAuf Amazon ansehenReolink Solarpanel 12 WattAuf Amazon ansehenmicroSD-Karte für DauerbetriebAuf Amazon ansehenHinweisschild VideoüberwachungAuf Amazon ansehen* Affiliate-Links: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen. Bitte prüfe die Kompatibilität mit deinem System. Vorheriger Beitrag Kast Card im Test: USD-Konto mit Visa-Karte auf Stablecoin-Basis als Revolut-Backup You may also like Blutohr beim Hund: Helis Geschichte, Behandlung und was ich heute anders machen... Oktober 21, 2026 Weißer Schäferhund: Probleme, über die kaum jemand spricht – meine Erfahrung mit... 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