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Pooltester im Test: Schütteltest für 17 Euro gegen Photometer für 149

by Dimitri Roschkowski
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Welcher Pooltester taugt wirklich etwas? In diesem Pooltester-Test stelle ich drei Wege nebeneinander, das Poolwasser zu prüfen: Teststreifen, den Schütteltest mit Tabletten und einen digitalen Pooltester, das Photometer PoolLab 2.0.

Zwischen dem Teststreifen für fünf Euro und dem Photometer für 149 Euro liegt eine Stufe, die viele übersehen: der klassische Schütteltest. Zwei Kammern, zwei Tabletten, ein Farbvergleich — für rund 17 Euro.

Ich benutze beides: den Schütteltest für die schnelle Kontrolle zwischendurch, das Photometer, wenn es genau sein muss. Hier steht, was der günstige Test kann, wo er an seine Grenzen kommt und wann sich der Aufpreis auf ein elektronisches Gerät lohnt.

Roter Pooltester mit Vergleichskammern für pH und Chlor
Der klassische Pooltester: zwei Kammern, Vergleichsfarben am Rand, keine Elektronik. Preis rund 17 Euro.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was es ist: ein Komparator mit zwei Kammern — links pH (Phenol Red), rechts Chlor oder Brom (DPD 1). Der Farbton wird mit einer aufgedruckten Skala verglichen.
  • Preis: 17,49 Euro inklusive 60 Tabletten (Stand 26.09.2026, 4,1 von 5 bei 544 Bewertungen).
  • Stärke: schnell, robust, keine Batterien, kein Nullabgleich. In unter einer Minute erledigt.
  • Genauer als Teststreifen, weil die Reaktion in einer definierten Wassermenge abläuft und nicht auf einem feuchten Papierstreifen.
  • Grenze: Es bleibt ein Vergleich mit dem Auge. Bei Zwischentönen, schlechtem Licht oder trübem Wasser wird es ungenau.
  • Misst kein Cyanursäure, keine Alkalinität, keine Härte — genau die Werte, die bei hartnäckigen Problemen zählen.

Wie der Test funktioniert

Das Prinzip ist seit Jahrzehnten unverändert und deshalb so zuverlässig:

  1. Beide Kammern mit Poolwasser füllen bis zur Markierung. Wichtig: Wasser aus etwa ellenbogentiefer Tiefe nehmen, nicht von der Oberfläche.
  2. Je eine Tablette einwerfen — Phenol Red links für den pH-Wert, DPD 1 rechts für freies Chlor.
  3. Deckel drauf und schütteln, bis sich die Tabletten vollständig aufgelöst haben. Daher der Name.
  4. Farbe vergleichen mit der Skala am Kammerrand, am besten bei Tageslicht und vor einem weißen Hintergrund.
Der komplette Ablauf: füllen, Tabletten einwerfen, schütteln, ablesen. Deutlich schneller als eine Photometer-Messung.

Was im Video auffällt: Der ganze Vorgang dauert kaum länger als eine Minute. Genau das ist die Stärke — für die tägliche Kontrolle ist das der praktikablere Weg.

Farbskala des Pooltesters mit pH-Werten von 6,8 bis 8,2 und Chlorwerten
Die Skala: pH von 6,8 bis 8,2, Chlor von 0,1 bis 6,0 mg/l. Die Abstufungen sind grob — zwischen zwei Feldern muss man schätzen.

Wo der Schütteltest an seine Grenzen kommt

Die Skala zeigt beim pH-Wert Schritte von 0,2 und beim Chlor Sprünge, die im oberen Bereich immer größer werden. Damit lässt sich arbeiten — solange die Farbe eindeutig einem Feld entspricht.

Unangenehm wird es in drei Situationen:

  • Zwischentöne. Liegt die Farbe zwischen zwei Feldern, schätzt man. Zwei Personen kommen dabei zu zwei Ergebnissen.
  • Trübes oder gefärbtes Wasser. Der Komparator hat keinen Nullabgleich — die Eigenfarbe der Probe verfälscht das Ergebnis mit. Genau dann, wenn man die Werte am dringendsten braucht, wird der Test am unzuverlässigsten.
  • Sehr hoher Chlorgehalt. Die Anleitung weist ausdrücklich darauf hin: Bei sehr viel Chlor wird das DPD-Reagenz ausgebleicht, und der Test zeigt eine zu niedrige oder gar keine Farbe. Man misst dann scheinbar zu wenig Chlor, obwohl viel zu viel drin ist.
Anleitung des Pooltesters mit Warnhinweis zu hohen Chlorwerten
Der wichtigste Satz steht klein gedruckt: Sehr hohe Chlorwerte bleichen das Reagenz aus — dann zeigt der Test zu wenig an.

Dieser dritte Punkt ist eine echte Falle. Wer nach einer Stoßchlorung misst und wenig Chlor sieht, könnte auf die Idee kommen, nachzudosieren. Bei einem Photometer passiert das nicht so leicht, weil es einen eigenen Messbereich für hohe Chlorwerte gibt.

Pooltester im Vergleich

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Pooltester im Vergleich: Teststreifen, Schütteltest, digitales Photometer

Teststreifen Schütteltest Photometer
Preis ~5 € 17,49 € 149 €
Dauer je Messung 30 Sekunden 1 Minute 3 Minuten
pH / Chlor grob brauchbar genau
Gebundenes Chlor selten mit DPD 3 möglich ja
Alkalinität manchmal nur mit Zusatztest ja
Cyanursäure unbrauchbar nein ja
Bei trübem Wasser unzuverlässig unzuverlässig zuverlässig (Nullabgleich)
Ablesefehler möglich ja ja nein

Die Zeile, die bei mir den Ausschlag gab, ist wieder die Cyanursäure. Mein Pool war milchig, während Streifen und Schütteltest brave Werte lieferten — was tatsächlich los war, hat erst das Photometer gezeigt.

Welcher Pooltester für wen? Meine Empfehlung

Der Schütteltest ist die beste Wahl für die Routine. Er kostet wenig, ist schnell, braucht keinen Strom und liefert für pH und Chlor Werte, auf die man sich im Alltag verlassen kann. Wer bislang Streifen benutzt, macht mit dem Wechsel einen echten Sprung nach vorn — für zwölf Euro Aufpreis.

Was er nicht leistet, ist Diagnose. Sobald etwas nicht stimmt und die üblichen Werte trotzdem gut aussehen, endet seine Aussagekraft. Dann braucht es ein Gerät, das mehr misst — wie das PoolLab 2.0 im Test.

Ideal ist die Kombination: Schütteltest für die wöchentliche Kontrolle, Photometer für den Saisonstart und für den Fall, dass etwas aus dem Ruder läuft. Genau so halte ich es.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein digitaler Pooltester?

Ein digitaler oder elektronischer Pooltester (Photometer) liest die Farbe mit einem Sensor statt mit dem Auge ab und misst auch Werte wie Cyanursäure, Alkalinität und Härte. Das lohnt sich bei größeren Pools und immer dann, wenn das Wasser Probleme macht. Für die reine Routinekontrolle von Chlor und pH reicht der Schütteltest.

Welcher Pooltester misst Chlor und pH?

Alle drei: Teststreifen, Schütteltest und Photometer. Der Unterschied liegt in der Genauigkeit. Der Schütteltest ist für Chlor und pH der beste Kompromiss aus Preis und Verlässlichkeit.

Ist der Schütteltest genauer als Teststreifen?

Ja. Die Reaktion läuft in einer definierten Wassermenge ab statt auf einem Papierstreifen, der je nach Eintauchdauer unterschiedlich viel Reagenz abgibt. Die Farbe ist kräftiger und länger stabil.

Welche Tabletten brauche ich?

Phenol Red für pH und DPD Nr. 1 für freies Chlor. Für gebundenes Chlor kommt DPD Nr. 3 dazu: Man misst erst mit DPD 1, gibt dann DPD 3 hinzu und erhält den Gesamtchlorwert — die Differenz ist das gebundene Chlor.

Warum zeigt mein Test kein Chlor, obwohl ich gerade gechlort habe?

Das ist vermutlich der Ausbleicheffekt: Bei sehr hohem Chlorgehalt wird das DPD-Reagenz zerstört, bevor man ablesen kann. Abhilfe schafft eine verdünnte Probe — oder ein Gerät mit Messbereich für hohe Chlorwerte.

Wie oft sollte ich messen?

In der Saison bei regelmäßiger Nutzung zwei- bis dreimal pro Woche, bei starker Sonne oder vielen Badegästen häufiger. Nach jedem größeren Eingriff — Stoßchlorung, Frischwasser, Filterwechsel — ebenfalls.

Kann ich die Tabletten auch im Photometer verwenden?

Teilweise. Photometer verlangen Tabletten in Photometer-Qualität; die Rapid-Tabletten für den Komparator lösen sich schneller auf, sind aber nicht für jede Photometer-Messung vorgesehen. Im Zweifel die Tabletten nehmen, die zum Gerät gehören.

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