1 Ich nehme gerade ab. Dabei geht es mir nicht nur um die Zahl auf der Waage, sondern um eine Rekomposition des Körpers: weniger Fett, mehr Muskeln. Deshalb messe ich regelmäßig meinen Bauchumfang. Denn es kann gut sein, dass das Gewicht stagniert, der Bauch aber trotzdem flacher wird. Auf der Suche nach einem smarten Werkzeug dafür bin ich auf das RENPHO Körpermaßband gestoßen: ein Maßband mit Display, das sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet. In diesem Test zeige ich, wie das smarte Maßband funktioniert, was die Renpho-Health-App kann, warum der Bauchumfang beim Abnehmen so eine wichtige Zahl ist und ob sich die rund 30 Euro lohnen. Das RENPHO Smart Tape Measure: Körpermaßband mit Display und Bluetooth. Das Wichtigste in Kürze Was es ist: Ein Körpermaßband mit LCD-Display, das Umfänge misst und die Werte per Bluetooth an die Renpho-Health-App schickt. Drei Wege zum Wert: an der Skala des Bands, auf dem Display oder in der App. Bedienung: Band herausziehen, in die Öse einhaken, seitlichen Knopf drücken – die Feder zieht das Band an, der Wert steht. App: Gastmodus ohne Konto, Messfelder für den ganzen Körper plus eigene Felder, Verlauf über Tage, Wochen und Monate. Strom: eine CR2032-Knopfzelle, liegt bei. Preis: rund 30 Euro bei Amazon – mein Fazit: lohnt sich, wenn man mit seinen Körperdaten arbeiten will. Das RENPHO Körpermaßband im Überblick Merkmal RENPHO Smart Tape Measure (RF-BMF01) Bandlänge 150 cm, Skala in cm und Zoll Messmodi Umfang (Band wird eingehakt) und Länge (Band frei herausgezogen) Anzeige LCD-Display, Einheit umschaltbar zwischen cm und Zoll Verbindung Bluetooth zur App „RENPHO Health“ (iOS und Android) Stromversorgung 1 × CR2032 (3 V), im Lieferumfang Größe und Gewicht ca. 7,1 × 5,8 × 2,7 cm, rund 100 g (Herstellerangabe) Lieferumfang Maßband, Knopfzelle, Anleitung (auch auf Deutsch) Preis ca. 29,99 € bei Amazon (4,2 von 5 Sternen bei über 27.000 Bewertungen, Stand Oktober 2026) Die Produktnamen in der Tabelle sind Affiliate-Links zu Amazon. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision – der Preis ändert sich für dich nicht. Die Rückseite: verschraubter Batteriedeckel, Typenschild mit Modell RF-BMF01 und Batterietyp CR2032. Warum ich den Bauchumfang messe und nicht nur das Gewicht Die Waage erzählt nur die halbe Geschichte. Wer abnimmt und gleichzeitig Sport macht, verliert Fett und baut Muskeln auf – und Muskeln wiegen etwas. Es kann also passieren, dass die Waage wochenlang dieselbe Zahl zeigt, obwohl sich der Körper sichtbar verändert. Genau dafür ist der Bauchumfang die bessere Kontrollgröße: Er reagiert auf das, was mich eigentlich interessiert, nämlich das Fett am Bauch. Ein normales Schneidermaßband tut es dafür natürlich auch. Mir war aber wichtig, dass die Werte digital landen und ich den Verlauf sehen kann, ohne jedes Mal etwas in eine Tabelle zu tippen. Deshalb das smarte Band. Auspacken, Batterie und erster Eindruck In der Schachtel liegen das Maßband, eine CR2032-Knopfzelle und eine mehrsprachige Anleitung, die auch einen deutschen Teil hat. Das Gehäuse ist aus weißem Kunststoff, oben sitzen drei Tasten: eine Haken-Taste zum Speichern der Messung, der Ein-/Ausschalter und die M-Taste für Einheit und Messmodus. Lieferumfang: das Maßband und eine CR2032-Knopfzelle. Die Tastenbelegung ist schnell gelernt: kurz auf den Haken drücken, um die Messung an die App zu senden, lang drücken, um den Wert auf null zu setzen. Die M-Taste schaltet kurz gedrückt zwischen Zentimetern und Zoll um, lang gedrückt zwischen Längen- und Umfangsmessung. Im Display zeigt ein Kreis den Umfangsmodus, ein Strich den Längenmodus. Die Anleitung erklärt Display-Symbole und Tasten – auf Deutsch, was bei Importware nicht selbstverständlich ist. Eine Sache, die man wissen sollte: Der Batteriedeckel auf der Rückseite ist verschraubt. Zum Einsetzen der Knopfzelle braucht man also einen kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher, der nicht dabei ist. Das ist kein Drama, aber eben ein Handgriff mehr als bei einem Deckel zum Aufdrehen. Der Batteriedeckel ist verschraubt – ein kleiner Kreuzschlitz-Schraubendreher gehört zum Einsetzen der CR2032 dazu. Die App: Online-Profil oder Gastmodus Nach dem Auspacken habe ich die App „RENPHO Health“ installiert – und wurde gleich damit begrüßt, ein Online-Profil anzulegen, wahlweise mit Apple, Google oder E-Mail-Adresse. Glücklicherweise gibt es auch einen Gastmodus. Dort ist keine E-Mail-Adresse nötig, die Daten bleiben auf dem Handy. Der Haken: Deinstalliert man die App, sind die Daten weg. Für mich ist das in Ordnung, ich habe im Gastmodus meine Körperdaten eingetragen, und dann ging es auch schon los. Das Maßband taucht in der App als „Smartes Maßband (ES-Tape)“ auf und ist mit einem Tipp auf „Verbinden“ gekoppelt. Bluetooth muss dafür am Handy an sein, und das Band muss eingeschaltet sein. Die App will zuerst ein Konto – der Gastmodus kommt ohne aus. Rechts: das Maßband wird erkannt und verbunden. So misst man mit dem smarten Maßband Die Messung ist wirklich simpel: Band einschalten, um den Bauch legen, das Ende in die Öse am Gehäuse einhaken und dann den Knopf an der Seite drücken. Die Feder zieht das Band so weit zurück, bis es eng anliegt – und schon steht der Messwert. Einhändig, ohne dass man das Band selbst auf Spannung halten muss. Mit der Haken-Taste übernimmt man den Wert per Knopfdruck in die App. Der seitliche Knopf: Er gibt das Band zum Herausziehen frei und lässt die Feder es anschließend anziehen. Wer das Display mit der Skala auf dem Band vergleicht, wundert sich vielleicht: Das Display zeigt rund 2,1 cm mehr an, als man an der Skala abliest. Das ist so gewollt. Zum Einhaken muss das Band etwas weiter herausgezogen werden, und genau diese Strecke rechnet das Gerät automatisch wieder heraus. Der Wert auf dem Display ist also der richtige. Die Anleitung erklärt das – ich hätte mir nur gewünscht, dass das irgendwo groß auf der Verpackung steht. Mein Startwert: 110,8 cm Bauchumfang auf dem Display. Genau diese Zahl soll in den nächsten Monaten kleiner werden. Theoretisch braucht man die App gar nicht: Den Wert kann man ganz analog an der Skala ablesen, auf dem Display oder eben in der App. Die drei Wege ergänzen sich, und wer das Band mal ohne Handy nutzt, steht nicht ohne Messwert da. Was die App sonst noch kann Die App ist darauf ausgelegt, den ganzen Körper zu vermessen: Hals, Schultern, beide Oberarme, Brust, Taille, Abdomen, Hüfte, Oberschenkel und Waden – dazu sechs frei benennbare Felder für eigene Messwerte. Unter jedem Feld öffnet sich ein Dialog, in dem der Wert vom Band übernommen oder per Fingerwisch angepasst wird. Ein Button „Messmethoden anzeigen“ erklärt, wo genau das Band anliegen soll. Aus Taille und Hüfte rechnet die App zusätzlich das Verhältnis „Bauch zu Hüfte“ aus. Ehrlich gesagt interessiert mich nur ein einziger Wert, der Bauchumfang. Für Leute, die beim Training auch Arme, Brust oder Beine verfolgen wollen, ist die Vollkörper-Übersicht aber eine runde Sache. Unter „Trends“ und „Datenhistorie“ sieht man den Verlauf über Tage, Wochen und Monate. Links die Körperübersicht mit allen Messfeldern, in der Mitte die übernommene Taillenmessung, rechts die Geräteverwaltung. Bauchumfang richtig messen Damit die Werte vergleichbar bleiben, kommt es weniger auf das Band an als auf die Routine. Was sich bei mir bewährt hat und was auch die gängigen Empfehlungen sagen: Immer zur gleichen Zeit: am besten morgens, vor dem Frühstück, nach dem Toilettengang. Immer an der gleichen Stelle: stehend, das Band waagerecht etwa in der Mitte zwischen unterem Rippenbogen und Beckenkamm – bei den meisten ungefähr auf Nabelhöhe. Normal ausatmen, nicht den Bauch einziehen und nicht aufblähen. Band anliegen lassen, nicht einschnüren. Genau hier hilft die Feder des RENPHO-Bands, weil der Zug jedes Mal gleich ist. Nicht täglich bewerten: Der Bauchumfang schwankt mit Mahlzeiten und Wasser. Ich schaue auf den Wochentrend, nicht auf den Einzelwert. Zur Einordnung: Die Weltgesundheitsorganisation nennt bei Männern ab 94 cm und bei Frauen ab 80 cm ein erhöhtes, ab 102 cm beziehungsweise 88 cm ein deutlich erhöhtes Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das ist keine medizinische Beratung, aber ein guter Grund, die Zahl im Blick zu behalten – und zu sehen, wie sie sinkt. Die Anleitung erklärt die 2,1-cm-Differenz zwischen Display und Skala und den Batteriewechsel. Vorteile und Nachteile Vorteile Nachteile Einhandbedienung: einhaken, Knopf drücken, fertig Deutlich teurer als ein einfaches Körpermaßband Wert an Skala, Display oder in der App ablesbar Batteriedeckel verschraubt, Schraubendreher nötig Gastmodus ohne Konto App drängt beim Start zum Online-Konto; Gastdaten gehen bei Deinstallation verloren Messfelder für den ganzen Körper plus eigene Felder Displaywert weicht gewollt um 2,1 cm von der Skala ab – erklärungsbedürftig Verlauf und Trends digital Kompakt, Knopfzelle liegt bei Alternativen: smart oder einfach? Wer nur gelegentlich misst und die Werte selbst notiert, kommt mit einem klassischen Körpermaßband für wenige Euro aus. Die haben meist ebenfalls einen Einrastknopf, damit das Band mit gleichmäßigem Zug anliegt – nur eben ohne Display und App. Wer dagegen den Verlauf automatisch festhalten will, landet beim RENPHO oder einem vergleichbaren Bluetooth-Band. Produkt Für wen Preis RENPHO Smart Tape Measure Werte digital, App mit Verlauf und Vollkörper-Übersicht ca. 30 € Klassisches Körpermaßband mit Einrastknopf Gelegentlich messen, Werte selbst notieren wenige Euro RENPHO Körperfettwaage mit App Ergänzung: Gewicht und Körperwerte in derselben App je nach Modell Die Produktnamen in der Tabelle sind Affiliate-Links zu Amazon. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision – der Preis ändert sich für dich nicht. Fazit: lohnt sich das RENPHO Körpermaßband? Insgesamt bin ich mit dem Band sehr zufrieden. Ja, es kostet schon etwas – ein einfaches Maßband gibt es für einen Bruchteil. Dafür stehen die Messwerte digital in der App, ich sehe den Verlauf und kann damit arbeiten, statt Zahlen auf Zettel zu kritzeln. Die Messung selbst ist dank Feder und Einhandbedienung angenehm gleichmäßig. Wer wie ich beim Abnehmen nicht nur auf die Waage schauen will, sondern auf das, was sich am Körper wirklich tut, bekommt hier ein stimmiges Werkzeug. Deshalb finde ich: Der Preis lohnt sich, wenn man auf eigene Körperdaten steht. RENPHO Körpermaßband bei Amazon ansehen Mehr Gesundheits-Gadgets im Test: das OMRON RS4 Handgelenk-Blutdruckmessgerät. Alle Tests findest du in der Rubrik Produkt-Tests. FAQ Braucht man für das RENPHO Maßband ein Konto? Nein. Die App bietet einen Gastmodus ohne E-Mail-Adresse. Die Daten bleiben dann nur auf dem Handy und gehen verloren, wenn man die App löscht. Wer die Werte sichern oder auf mehreren Geräten sehen will, braucht das Online-Profil. Welche Batterie braucht das RENPHO Körpermaßband? Eine CR2032-Knopfzelle mit 3 Volt. Die erste liegt bei. Der Batteriedeckel ist verschraubt, zum Wechsel braucht man einen kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher. Warum zeigt das Display rund 2 cm mehr an als die Skala auf dem Band? Weil das Band zum Einhaken etwa 2,1 cm weiter herausgezogen wird. Diese Strecke zieht das Gerät automatisch ab. Der Displaywert ist der korrekte Umfang, die Skala stimmt nur im Längenmodus. Kann man mit dem Körpermaßband auch Längen messen? Ja. Hält man die M-Taste etwa drei Sekunden gedrückt, wechselt das Band vom Umfangs- in den Längenmodus. Im Display erscheint dann ein Strich statt eines Kreises. Das Band wird dabei frei herausgezogen und nicht eingehakt. Wo misst man den Bauchumfang richtig? Stehend, nach normalem Ausatmen, mit dem Band waagerecht etwa in der Mitte zwischen unterem Rippenbogen und Beckenkamm – bei den meisten ungefähr auf Höhe des Bauchnabels. Wichtig ist vor allem, immer dieselbe Stelle und dieselbe Tageszeit zu nehmen. Funktioniert das Maßband auch ohne App? Ja. Der Umfang steht nach dem Einhaken auf dem Display, und die Skala auf dem Band lässt sich wie bei jedem Maßband ablesen. Die App braucht man nur, wenn die Werte gespeichert und als Verlauf angezeigt werden sollen. Vorheriger Beitrag Zabbix vs. Uptime Kuma vs. Checkmk: Welches Monitoring passt ins Homelab? 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